Haben oder Sein?

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Hans im Glück? Diese Geschichte lässt sich gut auf das eigene Leben übertragen und kann, wenn man den Sinn hinter ihr versteht und selbst im Alltag umsetzt, zu mehr Zufriedenheit und – man könnte sogar sagen – Glück führen. Für alle, die die Geschichte nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung:

Hans hat sieben Jahre für seinen Arbeitgeber gearbeitet und will nun wieder nach Hause zu seiner Mutter. Er bekommt einen riesigen Klumpen Gold als Lohn für seine Mühen und macht sich auf den Weg. Schwer an dem Klumpen tragend und sich abmühend, trifft er auf einen Reiter und tauscht sein Gold gegen das Pferd ein. Das Pferd aber wirft Hans ab, und so ist er froh, es gegen eine Kuh zu tauschen, die ein vorbeikommender Bauer vor sich her treibt. Als Hans versucht, das Tier zu melken, gibt es dem Ungeübten einen Tritt.

Da kommt ein Metzger vorbei, und Hans tauscht die unergiebige Kuh gegen dessen Schwein. Bisher ging alles nach Wunsch, so denkt sich Hans: Jeder Ärger verschwand, sobald er auftrat. Eine Weile begleitet ihn nun ein junger Bursche mit einer Gans. Der erzählt ihm, das Schwein könnte gestohlen sein, nach dem Dieb würde schon gesucht. Auf Hans‘ Bitten tauscht der Bursche seine Gans gegen das Schwein.

Als nächstes begegnet Hans einem Scherenschleifer, der ihm rät, auch ein Schleifer zu werden, damit könnte man viel Geld verdienen. So tauscht Hans seine Gans gegen einen Wetzstein und einen Stein zum Klopfen. Bald wird er durstig und legt seine Steine auf den Rand eines Brunnens. Als er sich hinabbeugt, um zu trinken, stößt er versehentlich an die Steine, die daraufhin in den Brunnen fallen. Da dankt er Gott mit Tränen in den Augen: Die schweren Steine waren das Letzte, was ihm noch hinderlich gewesen ist. Frei von aller Last und überglücklich kommt er heim zu seiner Mutter.

Was will uns diese Geschichte mitteilen und wie soll sie mir im Alltag zu mehr Zufriedenheit verhelfen? 

Weniger ist mehr

Ich sehe das so: Viele Menschen suchen ihr Glück in den Dingen. Sie wollen immer mehr besitzen, kaufen sich immer mehr Dinge um ein kurzzeitiges Glücksgefühl zu erleben, welches dann aber genau so schnell wieder verfliegt. Ewig rennen sie dem Glück hinterher, brauchen immer wieder neue Habe, um sich gut zu fühlen. Ein neues Auto, ein größeres Haus, neue Kleidung und so weiter… eine Endlosschleife, die für die Wirtschaft natürlich sehr erfreulich ist. 

Hör auf DICH!

Dafür arbeiten Menschen dann hart, ohne auf die Bedürfnisse ihrer Seele und ihres Körpers zu achten. Das Geld für all die tollen Dinge muss natürlich irgendwo herkommen. Irgendwann spüren sie dann eine tiefe Unzufriedenheit, sind erschöpft, gereizt und ausgebrannt. Sie können auch durch das Kaufen von neuen Dingen diese Unzufriedenheit nicht mehr füllen, werden vielleicht sogar körperlich oder psychisch krank. Statt es so weit kommen zu lassen, sollte man sich doch vorher überlegen: Was brauche ich eigentlich zum Glücklichsein? 

Die kleinen Dinge…

Sind es all diese teuren Dinge, für die ich mein Herz verkaufe und mich tagtäglich abmühen muss? Oder sind es doch vielleicht die kleinen Dinge, die ich mit Geld gar nicht kaufen kann? Liebe Menschen um mich herum, meine Familie, die Herrlichkeit der Natur, Zeit für mich und meine Bedürfnisse zu haben, Zeit zu haben für die Dinge, die ich von Herzen gerne tue, mit mir im Reinen sein… das Leben an sich in all seinen Facetten genießen zu können? 

Haben oder Sein?

Wo könntest du vielleicht mal einen Gang herunterschalten, um DIR mal wieder etwas Gutes zu tun und deinen Alltag zu entschleunigen? Was brauchst du vielleicht nicht mehr und ist dir eher zu einer Belastung geworden statt dass es dich erfüllt? Du kannst immer etwas an deiner Situation verändern. Trau dich und mache den ersten Schritt, selbst wenn es nur ein kleiner ist. Die Auswirkungen könnten überraschend groß sein.

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und Freude und nun wie immer einen schönen Start ins Wochenende – hab es gut!😊☀️🍀

Herzlichst 

Christopher 

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