Das Spiegelprinzip – Selbsterkenntnis statt Projektion

Die Welt, also das Außen, zeigt uns auf wunderbare Art und Weise immer wieder ganz genau, wo wir mit uns noch nicht im Reinen sind und womit wir uns genauer auseinandersetzen und beschäftigen sollten.

Oft sehen wir das aber ganz anders: Wir suchen nach Lösungen im Außen, um uns (unbewusst) nicht mit unserem inneren Zustand auseinandersetzen zu müssen. Bestimmte Gefühle zuzulassen und anzuschauen fällt schwer, sie sind kräftezehrend, unangenehm und schwer zu ertragen. Aber bestimmte Situationen, die eben diese schwierigen Gefühle in uns hochkommen lassen, wiederholen sich so lange, bis wir den Mut haben, Ihnen mit offenen Armen zu begegnen.

Lasse deine Gefühle zu

Das Gefühl möchte deine Aufmerksamkeit. Es möchte gesehen werden wie ein kleines Kind, das geliebt, gesehen und wertgeschätzt werden möchte.

Wenn wir die volle Verantwortung für uns und unser Wohlbefinden übernehmen möchten, müssen wir uns früher oder später diesen schwierigen Gefühlen stellen und sie uns anschauen, sonst werden sie immer wieder an die Oberfläche kommen und auch unsere äußeren Umstände werden sich nicht großartig verändern, egal wie sehr ich mich auch im Außen anstrenge und bemühe.

Ich habe vielleicht das Gefühl, dass mein Partner oder meine Partnerin mich nicht wirklich ernst nimmt, mir nicht die Liebe und Aufmerksamkeit entgegen bringt, die ich mir wünsche.

Ich habe das schon häufiger mit meinem Partner/meiner Partnerin besprochen, aber immer wenn ich das Thema anspreche, macht er/sie komplett „dicht“.

Ich könnte so auf die Idee kommen: „Wenn ich nur den richtigen Partner/die richtige Partnerin finden würde, dann könnte ich glücklich sein!“

So gebe ich die Verantwortung ab und warte darauf, von einem äußeren Umstand gerettet zu werden.

Übernimm die volle Verantwortung für dich und deinen inneren Zustand

„Was sagt das über mich aus? Was hat das mit mir zu tun?“

Diese Fragen solltest du dir stellen, wenn sich bestimmte Dinge und Situationen in deinem Leben stetig wiederholen. Das scheint zunächst recht unbequem aber auf lange Sicht ist es die einzige Möglichkeit, erwachsen, unabhängig und reif zu werden.

Auf das Beispiel bezogen würden die Antworten auf die Fragen wie folgt lauten:

„Ich liebe mich noch nicht so, wie ich es könnte.“

„Ich bin noch nicht voll in meiner Selbstliebe angekommen.“

„Ich sollte Verantwortung für mich übernehmen, mich selbst annehmen, gut für mich selbst sorgen, authentisch sein.“

„Ich sollte in Erwägung ziehen, mich eventuelle von meinem Partner/meiner Partnerin zu trennen, wenn er/sie mich nicht ernst nimmt. Das bin ich mir wert. Ich lasse los und traue mich diesen Schritt zu gehen, auch wenn das bedeutet, dass ich vielleicht erst einmal eine gewisse Zeit allein bin. Dies gibt mir die Gelegenheit, mich mit mir und meinen Gefühlen zu beschäftigen.“

„Ein neuer passenderer Partner wird zur rechten Zeit in mein Leben treten.“

Viele weitere Möglichkeiten sind denkbar, ganz individuelle nachdem, in welcher Situation du dich gerade befindest.

Wo hält das Leben Dir immer wieder einen Spiegel vor? Was möchte das Leben dir zeigen? Welche Wunden sind in dir noch nicht geheilt, was verdrängst du, statt ihm Beachtung zu schenken?

Statt auf andere Menschen oder bestimmte Umstände wütend zu sein, erkenne zutiefst, dass die Verletzung in dir liegt. Übernimm die volle Verantwortung für dich und deinen inneren Zustand, so dass dieser nicht mehr so sehr von äußeren Umständen abhängig ist.

Wie du das schaffen kannst zeige ich dir in meinem Webinar „Sei du selbst! Sensibel-stark leben“.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und eine achtsame Zeit!

Herzlichst

Christopher

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