In diesem Blogartikel erkläre ich dir, welche Unterschiede es zwischen HSP also hochsensiblen und „normalsensiblen“ Menschen gibt und erkläre dir außerdem, warum es keinen Sinn macht sich als HSP mit anderen Menschen zu vergleichen.
Die Wahrnehmung von HSP und „normalsensiblen“
Was unterscheidet also hochsensible Menschen von den sogenannten „normalsensiblen“, kommen wir also direkt zu Punkt 1 und das ist die
Ungefilterte Reizaufnahme
Hsp nehmen im Gegensatz zu normalsensiblen Menschen alles was um sie herum passiert quasi ungefiltert wahr. Das Gehirn von nicht hsp hat eine normale Datenmenge zu verarbeiten, bestimmte Dinge also Aussenreize, werden von Filtern im Gehirn ausgeblendet, so dass bestimmte „unwichtige“ Reize erst gar nicht ankommen und wahrgenommen werden. Das heißt während hsp das kleine Blümchen am Straßenrand sehen, das Motorrad in der Ferne hören oder den Duft von entfernten Blumen wahrnehmen und verarbeiten müssen, nimmt die nicht hochsensible Person nur das wahr, was unmittelbar im Fokus der Aufmerksamkeit passiert, der Rest wird bestmöglich ausgeblendet. Du hast als hochsensibler Mensch also eine erheblich höhere Datenmenge an aussenreizen zu verarbeiten. Dies führt auch zum zweiten Unterschied zwischen Menschen mit Hochsensibilität und nicht hochsensiblen Personen, und das ist
Das schnellere Erreichen der Schwelle zur Überreizung
Als HSP erreichst du die sogenannte Schwelle der Überreizung wesentlich schneller als ein normalesensibler Mensch. Das bedeutet du kommst früher als andere an den Punkt, an dem du merkst, dass dir alles Zuviel ist. Verbringst du zum Beispiel den halben Tag oder nur wenige Stunden (oder Minuten) in einem Umfeld, in dem viele aussenreize auf dich einwirken, zum Beispiel ein Großraumbüro in dem telefoniert, geredet wird und in dem viele unterschiedliche Stimmungen und Energien vorhanden sind, wirst du merken, dass du das alles irgendwann nicht mehr aushältst und du am liebsten wahrscheinlich einfach nur flüchten willst. Dein Nacken und deine Schultern verkrampfen sich zum Beispiel, dein Kiefer ebenso und du bekommst Kopfschmerzen. Dies alles sind bereits schon körperliche Anzeichen dafür, dass du dich zu lange diesen äußeren anstrengenden Eindrücken ausgesetzt und deine eigenen Grenzen bereits deutlich überschritten hast. Nicht nur langfristig bist du als HSP schneller überreizt, auch kurzfristig, zum Beispiel bei lauten Geräuschen oder turbulenten Situationen reagierst du sensibler und empfänglicher für diese Reize, Untersuchungen haben ergeben, dass hsp deutlich eher auf zum Beispiel auditive Reize reagieren und in eine schutzhaltung gehen, danach kommt erstmal lange nichts und dann wird es irgendwann deutlich später auch den normalsensiblen Menschen zu laut und bunt.
Der dritte Punkt, der uns hochsensiblen Menschen von nicht HSP unterscheidet ist
Das stärkere Ruhebedürfnis/der nötige Rückzug zur Reizverarbeitung
Da du als hochsensibler Mensch so viel mehr Reize aufnimmst, brauchst du natürlich umso mehr Zeit und Raum, um all diese Eindrücke und Wahrnehmungen verarbeiten zu können. Damit dein Gehirn, das ja im Gegensatz zu normalsensiblen Menschen nicht mit den Wahrnehmungsfiltern ausgestattet ist, die „unwichtige“ Daten und Reize einfach ausblenden, bist du wie in Punkt 2 scho. Beschrieben schneller als einem Punkt, an dem dein Gehirn nicht mehr damit nachkommt, die aufgenommen Daten zu verarbeiten, zu vernetzen und adäquat abzulegen. Als HSP arbeitet dein Gehirn auch hier anders. Es werden viel mehr Daten abgespeichert und miteinander in Verbindung gebracht. So ist es nicht selten, dass hsp sich an ganz viele Dinge und Erlebnisse detailgetreu erinnern können und zum Teil sogar auch ein fotografisches Gedächtnis haben. Mein Tipp für dich, wenn du dich als hochsensibler Mensch erkannt hast: nimm dein erhöhtes Ruhebedürfnis ernst und gönne dir regelmäßig den nötigen Rückzug, sonst wird dir dein Körper früher oder später Warnsignale senden und sich sozusagen zur nötigen Ruhe „zwingen“. Soweit muss es nicht kommen, wenn du gut und achtsame auf dich schaust und achtest und wenn du deine eigenen Bedürfnisse kennst und klare und gesunde Grenzen für dich setzt.
Video: Hochsensibel oder „normalsensibel“? Die Unterschiede
Schau dir auch gern mein YouTube-Video auf meinem Kanal passend zu dem Thema „Hochsensibel: Das unterscheidet HSP von „normalsensiblen“ an:
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