Hochsensibel: Soziale Phobie

Hochsensible Menschen neigen dazu, eine soziale Phobie zu entwickeln. Warum ist das so? Wie kann ich als HSP achtsam mit mir und meiner Angst umgehen, ohne mich von ihr kontrollieren zu lassen? 

Mehr dazu in meinem aktuellen Blogartikel!

Soziale Phobie – Was tun?

Wenn du als HSP von der sozialen Phobie betroffen bist, denkst du von dir selbst, dass du etwas nicht kannst, z.B. mit Menschen in Kontakt treten, bestimmte soziale Situationen aufsuchen usw.

Du bist mit deinem Gedanken in der Zukunft und erzählst dir eine Geschichte über eine Situation, die noch gar nicht da ist. Wichtig ist es, dies im Alltag an sich selbst zu beobachten, insbesondere die eigenen Gedanken, Emotionen und körperliche Empfindungen.

Verdränge die Angst nicht, sondern schau sie dir an und akzeptiere, dass sie da ist. Bemerke den Zusammenhang von Gedanken und der Emotion der Angst und verbleibe in der Beobachterposition.

So kann deine Angst mit etwas Übung nicht mehr deine Handlungen kontrollieren. Du hast dann eine Wahl, bestimmte Dinge zu tun, auszuprobieren und deine Komfortzone zu verlassen um persönlich zu wachsen und dich zu ent-wickeln.

Empathie ist (d)eine Stärke

Es geht in der Praxis darum, deinem Verstand/deinem Kopf zu „beweisen“, dass deine Ängste unberechtigt sind und du sehr wohl in der Lage bist, bestimmte Dinge zu tun. Als hochsensibler Mensch bist du sogar in besonders hohem Maße sozial kompetent, da du ein äußerst ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und eine hohe Empathiefähigkeit besitzt. Deine vermeintliche „Schwäche“ wird sich in Realität als große Stärke entpuppen.

Hier einige Techniken, die dir dabei helfen können, deine Ängste zu überwinden:

  • Aufmerksamkeitslenkung/Achtsamkeit: Richte deine volle Aufmerksamkeit auf das, was du tust und wahrnimmst (Sinnesreize), auf deinen Atem, die Angst ist Illusion/sie nährt sich von deinen Gedanken: dein Verstand ist in der Zukunft
  • Beobachte deine Gedanken, deine E-Motionen und Körperempfindungen in der entsprechenden Situation, wiederhole diese Übung JEDESMAL, wenn du Angst in dir wahrnimmst
  • Verlasse deine Komfortzone um zu wachsen: Stelle dir selbst Kleine Herausforderungen im Alltag und setze diese dann nach und nach in deinem persönlichen Tempo und Schwierigkeitsgrad um (z.B. Smalltalk beim Einkauf an der Kasse, jemand Fremden auf der Straße grüßen/nach der Uhrzeit fragen, allein reisen usw.)
  • Visualisieren: Stelle dir vor, dass soziale Situationen/Dinge gut ausgehen
  • Erfolgstagebuch anlegen: Schreibe dir deine Erfolge im Bezug auf deine sozialen Herausforderungen auf. Mache dir bewusst, was du schon alles geschafft und erreicht hast und wie stark du bist. An „schlechten“ Tagen kannst du dir deine Aufzeichnungen anschauen, um wieder neue Kraft und Motivation zu schöpfen

Hochsensibilität ist ein natürlicher Wesenszug

Wichtig: Hochsensible Menschen haben von Natur aus ein ausgeprägtes Bedürfnis danach, regelmäßig allein zu sein, um unsere Akkus wieder aufzuladen und Reize zu verarbeiten.

Das hat NICHTS mit sozialer Phobie zu tun, sondern ist ein natürlicher Wesenszug hochsensibler Menschen, dem UNBEDINGT der nötige Raum und Platz zur Entfaltung gegeben werden sollte.

Weitere Tipps und Tools, die mir geholfen haben, meine soziale Phobie zu überwinden und einen achtsamen Umgang mit mir und meinen Gefühlen zu kultivieren gebe ich dir in meinem Wochenend-Seminar in Köln im November weiter. Alle Details zum Seminar und zur Anmeldung findest du hier:

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